Das Museum Reichenfels und seine Sammlungen

Das Museum Reichenfels gehört zu den ältesten Museen Deutschlands. Sein Profil wird bestimmt von den Sammlungen, die der Vogtländische Altertumsforschende Verein zu Hohenleuben (VAVH) seit 1825, dem Jahr seiner Gründung, zusammengetragen hat. Weitere Daten zur Geschichte des Museums finden sich unter dem Abriß der Geschichte des Vereins auf der Seite des VAVH.
Der Bau des jetzigen Museumsgebäudes wurde vom Verein 1938 begonnen und nach einem Entwurf des Architektenbüros Ostermann-Weimar ganz im Stil eines mittelalterlichen Profanbaus gehalten. Während des Krieges durch einen Rüstungsbetrieb genutzt, konnte das Gebäude nach 1945 vollendet werden. Am 2. Februar 1950 wurde das Museum Reichenfels als erster Museumszweckbau der damaligen DDR der Öffentlichkeit übergeben.
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Bei der Gestaltung der Ausstellungen wurde damals - wie auch heute noch - bewußt der Charakter einer Vereinssammlung mit ihrer Vielfalt beibehalten. So präsentiert das Museum im Prinzip seine eigene Geschichte - die Geschichte des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins und seiner Sammlungen - ein Profil, das nach unserer Kenntnis einmalig ist.

Das Museum beherbergt Sammlungen zur Frühgeschichte, Ortsgeschichte, Handwerk, Naturkunde, Geologie und zeigt Sonderausstellungen.Außerdem gibt es die wissenschaftliche Bibliothek mit ca 36 000 Bänden heimatgeschichtlicher Literatur des gesamten deutschsprachigen Raumes und Spezialsammlungen zur reußischen und vogtländischen Geschichte.

In den Außenanlagen sind die Burgruine mit dem "Zaubergärtchen", der Baumpfad, das Labyrinth und das Lapidarium sowie ein Sandsteintor und Sandsteinkreuz zu besichtigen. Die beiden letzteren sind Zeugnisse einer im 19. Jahrhundert von Heinrich XLIII. geplanten und begonnen romantischen Parkanlage, die aber nie fertig gestellt wurde.